Ortsbauer
Wilhelm Hutter

Tel: 06643964616

Mein Name ist Wilhelm Hutter, ich bin verheiratet und Vater von vier Kindern. Meine Familie und ich führen gemeinsam den Milch- und Rinderzuchtbetrieb Eisenhof.

Als Ortsbauer ist es mir wichtig, mich für unseren Berufsstand mit allen Herausforderungen unserer Zeit einzusetzen.

Ortsbäuerin
Heidelinde Petodnig

Tel: 0664/5405399

Mit meinem Partner Peter, unserem Sohn Sebastian (meine Stieftochter Christiane hat schon ihre eigenen vier Wände bezogen) und den Schwiegereltern bewirtschaften wir einen kleinen Milchviehbetrieb im Nebenerwerb. Außerdem bieten wir Urlaub auf dem Bauernhof an.

Als „Zuagroaßte“ war es mir eine große Ehre das Vertrauen der Altenmarkter Bäuerinnen bekommen zu haben, das Amt der Ortsbäuerin auszuüben.

In dieser Funktion ist es mir wichtig, den Zusammenhalt, die Hilfsbereitschaft, Informationen innerhalb der Bauernschaft zu stärken bzw. zu vermitteln. Außerdem ist es mir ein Anliegen ein realistisches Bild der Landwirtschaft der Bevölkerung näher zu bringen.


Landwirtschaft in Zahlen

 

  • Gesamtfläche von Altenmarkt 48,6 km²
  • Landwirtschaftliche Nutzfläche 7,1 km²
  • davon ca. 926 ha Almfläche
  • Siedlungsraum 10,8 km²
  • Seehöhe Ort 850 m
  • Niederschlag im Jahresmittel 1120 mm
  • Frosttage 170 durchschnittlich pro Jahr
  • 60 bewirtschaftete Betriebe davon sind (70 Betriebe insgesamt)
  • 12 Biobetriebe
  • 43 Rinderhalter knapp 1000 Rinder
  • 16 halten Ziegen 81 Ziegen
  • 8 Schafhalter ca. 170 Schafe
  • einige Schweine für den Eigenbedarf
  • 17 Pferdehalter 89 Pferde (2 Reitbetriebe mit Einsteller)
  • Von den Rinderhaltern sind 16 beim Landeskontrollverband und haben eine durchschnittliche Leistung pro Kuh uns Jahr von 6802 Liter Milch
  • 25 Milchlieferanten mit einer Lieferleistung von 1.900.000 Liter Milch pro Jahr
  • 11 Erbhöfe von 1598 – 1775 gibt es in Altenmarkt
  • Freiweide in der Zauch mit Rindern
  • Freiweide am Schwemmberg
  • Top ausgebildete Landwirte (Facharbeiter in L+F, Betriebs-und Haushaltsmanagment, Meisterausbildung in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Betriebs- und Haushaltsmanagment)

Bereits 1074 wurde die Gegend von Altenmarkt durch Bauern besiedelt.

Die Versumpfung der Talsohle machte den eigentlichen Talboden für die Besiedelung ungeeignet. Hier befanden sich vorerst weiterhin feuchte Wiesen und zahlreiche Heustadeln. Im 13. Jhdt. wurde durch den Bau der Straße und die Flussregulierung die Talsohle trockener und die Besiedelung begünstigt.

Es wurden Rinder gezüchtet und Ackerbau betrieben. Mitte des 19. Jhdt. erfolgte die Vermessung der Grenzen, die Anlegung des Grundsteuerkatasters sowie die Regulierung des Holzbezugsrechtes.

Die beginnende Mechanisierung ab der Mitte unseres Jahrhunderts bewirkte auch in der Tierzucht Änderungen. Die Getreidefelder verschwanden in den Jahren um 1960. Durch den Wegfall der Äcker konnte die Viehzucht intensiviert werden, da größere Weideflächen zur Verfügung standen.

Aufgrund der arbeitsintensiven Bewirtschaftung und das starke Wachsen des Ortes wurden die meisten Kleinstlandwirtschaften im Ortszentrum von Altenmarkt aufgegeben. Im Zuge der Ennsregulierung wurden aus den feuchten Wiesen gute Felder. 

Die Anzahl viehhaltenden Betriebe wird sich wahrscheinlich auch in Zukunft weiter verringern, da sich die Ertragslage im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft weiter verschlechtert. n Spezialisierungen auf Milch- oder auf Fleischproduktion werden durch den Preisdruck auf die landwirtschaftlichen Produkte nahezu „erzwungen“.

Die bäuerlichen Betriebe in Altenmarkt wirtschaften in Kreislaufwirtschaft und pflegen so die Landschaft. Ohne diese Pflege der Landschaft hätten wir alle nie die Chance gehabt den Tourismus in Altenmarkt so zu verankern und auch für uns Landwirte zu einem fixen Einkommensbestandteil machen zu können. Der Tourismus ist für die Frau am Hof ein fixer Bestandteil ihrer Arbeit (Arbeitsplatz zu Hause).


Funktionen der Landwirtschaft

 

Produktionsfunktion

Produktion von nachwachsenden Rohstoffen (Bioenergie, Biogas)

Das ist eben wie schon genannt die Bereitstellung qualitativ hochwertiger, naturnaher, gesunder Lebensmittel und Gewährleistung der Ernährungssicherheit. 

 

Soziale Funktion

Schaffung der Basis für die Tourismuswirtschaft, für unsere Gesellschaft und Freitzeitwirtschaft

  • Bewahrung und Pflege „bäuerlicher“ Werte, Lebensformen und Kulturgüter
  • Erwirtschaftung eines angemessenen Einkommens und Erhaltung des Arbeitsplatzes Bauernhof
  • Sicherung von Arbeitsplätzen im vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereich.

 

Ökologische Funktion

Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft

  • Schutz der Lebensgrundlagen (Boden, Wasser, etc.) und deren nachhaltige Nutzung durch naturnahe Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung
  • Naturschutz, Erhaltung der biologischen Artenvielfalt (Öpul, Blühstreifen, Naturschutzauflagen)
  • Schutz vor Naturkatastrophen,
  • Wobei einiges an Schutzbestimmungen die Bewirtschaftung der Landwirtschaft einschränken – Naturschutz, Wasserrecht, Tierschutz,
  • Verbesserung der CO2-Bilanz (wobei bei uns hauptsächlich Grünland ein guter Co²-Speicher ist – durch Nutzung und Pflanzenwachstum, Wurzelbildung speichert der Boden)
    Beispiel eine Kuh im Grünland auf 2 – 3 Schnittnutzung und Weide mit einer Durchschnittsleistung von 6500 – 7500 l Milch Klimaneutral bzw. eine ausgeglichen CO² Bilanz ausweist.

 

Räumliche Funktion

Bereitstellung von Infrastruktur im ländlichen Raum

Aufrechterhaltung einer Mindestbesiedlungsdichte in den ländlichen Gebieten