Öffentliche Gemeindeversammlung

Am 22. November lud der Bürgermeister in die Festhalle, um über die Geschehnisse und Pläne der Gemeinde zu informieren.

Neben Bürgermeister Rupert Winter, den Gemeindevertretern und Gemeindevertreterinnen war auch Landesrat DI Dr. Josef Schwaiger vor Ort.

Letzte Hochwasser-Schwachstelle

Die letzte Schwachstelle in Bezug auf das Hochwasser in Altenmarkt ist die alte Zauch. Erst Mitte November wurde ein sehr hoher Wasserstand gemessen. Der Bürgermeister richtet einen Appell an die Bevölkerung: „Die hochwasserführende Zauch wird bewusst abgesperrt, die Absperrungen sind zu respektieren. Wir bitten alle Menschen, die Absperrungen nicht zu übersteigen und auch nicht beiseite zu räumen. Die Zauch stellt hier eine große Gefahr dar!“

Viel Neues in Altenmarkt Ost

Im Jahr 2019 gab es in Altenmarkt viele Veränderungen, besonders im Bereich Altenmarkt Ost. Hier entstand eine neue Tankstelle und der Nahversorger Lidl, der Bauhof der Firma Heigl, ein Objekt für neue Mitarbeiter-Wohnungen und der Gemeindebau- und Recyclinghof werden noch entstehen.

Neuer Bau- und Recyclinghof

Der neue Gemeindebauhof wird mit einem Investitionsvolumen von 2,7 Mio. Euro zusammen mit einem neuen Recyclinghof für 2,1 Mio. Euro errichtet. „Es ist höchste Zeit für eine zeitgemäße Infrastruktur in diesem Bereich“, betont Bgm. Winter. Bereits in diesem Jahr wurden für eine Bodenverdichtung ca. 2000 gefüllte Lastkraftwägen abtransportiert.

Nach der Übersiedlung des Recyclinghofes sollen auf dem bisherigen Gelände bis zu vier Objekte der GSWB errichtet werden und für Eigentumswohnungen, Mietwohnungen sowie  für geförderten Wohnbau zur Verfügung stehen.

Erweiterung Firma Atomic

Besonders nennenswert ist auch die Erweiterung der Firma Atomic. Der 24 Meter hohen Zubau wird mit einer grünen Fassade und mit einem begrünten Dach errichtet, sodass er sich gut in das Ortsbild einfügt.

Autobahnanbindung A10

Auch die Autobahnanbindung der A10 im Bereich Ennsbogen ist kurz vor der Realisierung. Die Firma DPD ist nach Radstadt übersiedelt. Die Problemzone „Laudersbachkreuzung“ soll damit entschärft werden.

Straßensanierungen

Für das Jahr 2019 war die Sanierung der Ennsgasse vorgesehen, doch leider konnte die Gemeinde mangels ausführender Firmen dieses Projekt nicht in Angriff nehmen. Nun wird ein großes Sanierungsprojekt mit einem Volumen von 750.000 Euro für das nächste Jahr geplant. Hier sollen sowohl einige Sanierungen nachgeholt als auch einige neue umgesetzt werden.

Haus des Sports

Auch das Haus des Sports steht für das kommende Jahr auf der Agenda. Nun folgen die Ausschreibungen für Generalübernehmer. Mit Baukosten in der Höhe von etwa 3,2 Mio. Euro wird gerechnet. Das neue Haus soll für neun Vereine zur Verfügung gestellt werden.

Neues Dach/Decke für Festhalle

Die Veranstaltungshalle hat schon einige Jahre auf dem Buckel, zumal früher hier ein Hallenbad situiert war. Nun muss das Dach der Halle erneuert werden um wieder hundertprozentigen Schutz bei Schneelasten leisten zu können. Daher wird die Veranstaltungshalle bis Mai 2020 nicht benutzbar sein.

Bauland für die Zukunft

In der Götschlau sind alle Parzellen verkauft und im Kellerdörfl wird ein neues Baulandmodell entwickelt. Hier wurden bereits 2.100 Tonnen Aushub abtransportiert. Ein Viertel des Aushubs wird wieder rückgeführt. Die Flächenwidmung ist auf Schiene und ab Sommer 2020 werden elf neue Bauparzellen zur Verfügung stehen. Am Ende sollen neue 30 Häuser für die einheimische Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Sanierung des Schlatterbergs

Auch die Wege am Schlatterberg sollen im kommenden Jahr saniert werden. Unter Einbeziehung des bestehenden Spielplatzes vor der Gemeinde, soll das Gebiet vor allem für den neuen Kindergarten bereitgestellt werden.

Zweitwohnsitze

Auch in punkto Zweitwohnsitze hat die Gemeinde eine ganz genaue Aufstellung über alle Bürger des Ortes. „Die Zweitwohnsitz Problematik ist in Altenmarkt kein großes Thema,“ erklärt Bürgermeister Rupert Winter.

Bevölkerungsentwicklung

Aufgrund des rasanten Bevölkerungszuwachses plant die Gemeinde seit einiger Zeit die Erweiterung des Kindergartens. Dieser soll in der ehemaligen Firma Steffner, gleich neben dem aktuellen Kindergarten, errichtet werden. So könnte der Garten von beiden Institutionen benutzt werden. Auch ein überdachter Durchgang ist möglich.

Änderung von Kurzparkzonen

Die Kurzparkzone bei der Tischlerei Reiter wurde aufgelassen. Dafür gibt es jetzt einige neue Kurzparkzonen bei der Firma Steiner und dem Gemeindezentrum.

Hundewiese

Die Hundewiese soll im kommenden Jahr realisiert werden. Leider ist der Metallbau derart überlastet, dass es auch hier Probleme bei der Suche von ausführenden Firmen gab. Die Metallbrücke wird aber für die kommenden Wochen erwartet.

Personaländerungen

Vorgestellt wurde auch das neue Personal der Gemeinde. Neuer Amtsleiter ist ab sofort Martin Staiger, der in die Fußstapfen von Dr. Felix Pichler tritt. Nachfolger der Finanzverwaltung wird Robert Geringer. Im Sommer 2020 wird auch Peter Listberger in seinen wohlverdienten Ruhestand treten, Achim Winter wird seine Position übernehmen.

Agenda 21

Im Anschluss daran stellte Dipl. Ing. Martin Sigl das räumliche Entwicklungskonzept inklusive der neuen Gefahrenzonenpläne von Altenmarkt vor. Es folgte eine Vorstellung des Projekts Agenda 21 durch Mag. Eva Kellner, das im kommenden Jahr im Rahmen eines groß angelegten Workshops zusammen mit den Bürgern realisiert werden soll. In diesem Projekt geht es darum, einen nachhaltig lebenswerten Wohnraum aufrecht zu erhalten.

Im Rahmen der Gemeindeversammlung fand auch die Ehrung der ausgeschiedenen Gemeindevertreter Wolfgang Habersatter (20 Jahre Gemeindevertreter und Gemeinderat), Adam Schneider (18 Jahre Gemeindevertreter), Engelbert Thurner (15 Jahre Gemeindevertreter und Gemeinderat), Bernd Pichler (10 Jahre Gemeindevertreter) und Hermann Unteregger (15 Jahre Gemeindevertreter und Gemeinderat) statt.

Dr. Felix Pichler, 16 Jahre Amtsleiter der Gemeinde, und Initiator von wichtigen Projekten wie der Errichtung des Seniorenheimes und der Therme Amadé, erhielt den Ehrenbecher der Marktgemeinde Altenmarkt.

Bürgermeister Rupert Winter wurde, für ihn persönlich äußerst überraschend, mit einer ganz besonderen Anerkennung ausgezeichnet: dem Ehrenring der Marktgemeinde Altenmarkt.

Anlässlich seines kurz bevorsthenden 60. Geburtstages und seiner 30-jährigen Tätigkeit für die Gemeinde Altenmarkt beschloss die Gemeindevertretung von Altenmarkt die Verleihung des Ehrenringes der Gemeinde an Bürgermeister Rupert Winter. Elf Jahre war er Obmann der Trachtenmusikkapelle, einige Jahre Sommerfestobmann. 1994 ließ er sich zum Vizebürgermeister aufstellen und seit 1.9.1997 ist er Bürgermeister der Marktgemeinde Altenmarkt. In diesen mehr als zwei Jahrzehnten war er federführend für unzählige Projekte verantwortlich. Daneben hat er als Obmann des Gemeindeverbandes Seniorenheim, des Bäderverbandes Salzburger Ennstal und der Therme Amadé Errichtungs GmbH in den letzten Jahren enorm viel geleistet.