Verwendung von pyrotechnischen Artikeln zu Silvester

Information der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau: 

Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen anlässlich des Jahreswechsels 2018/2019; Pyrotechnikgesetz 2010 idgF;

Wie bereits in den Vorjahren möchten wir über die Handhabung von pyrotechnischen Gegenständen in der Silvesternacht 2018/2019 informieren und vor allem auf die bestehenden Verbote betreffend die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen hinweisen.

Grundsätzlich ist zur Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen auszuführen, dass gemäß den Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes 2010 idgF die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 (ehem. Klasse II) im Ortsgebiet verboten ist (außer es gibt mittels Verordnung des Bürgermeisters dahingehende Ausnahmen) und für die Kategorie F3 und F4 eine Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde bedürfen.

Generelle Verbote:

Die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände und Sätze innerhalb und in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Gotteshäusern, Krankenanstalten, Kinder-, Alters- und Erholungsheimen sowie Tierheimen und Tiergärten ist verboten. Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 dürfen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe größerer Menschenansammlungen nicht verwendet werden.

Weiters ist die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen in der Nähe von leicht entzündlichen oder explosionsgefährdeten Gegenständen, Anlagen und Orten, insbesondere Tankstellen, verboten.

Im Besonderen wird darauf hingewiesen, dass hinsichtlich des Besitzes und der Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen ausschließlich die Altersbeschränkungen gemäß § 15 Pyrotechnikgesetz 2010 gelten:

Einteilung  

Artikel/Gegenstand 

Alter 

Kat. F1

Feuerwerkskörper, die eine geringe Gefahr darstellen 

12 Jahre 

Kat. F2 

Feuerwerkskörper, die eine geringe Gefahr darstellen 

16 Jahre

Kat. F3

Feuerwerkskörper, die eine mittlere Gefahr darstellen

18 Jahre, Bewilligung erforderlich

Kat. F4

Feuerwerkskörper, die eine große Gefahr darstellen

18 Jahre, Bewilligung erforderlich

Weiters wird angemerkt, dass sämtliche pyrotechnische Gegenstände der Kategorien F1 bis F4 jedenfalls eine Angabe über die Klasse oder Kategorie, Bezeichnung, Name, Typ, eine Gebrauchsanweisung sowie eine Altersbeschränkung in deutscher Sprache aufzuweisen haben.

Wer gegen Bestimmungen dieses Bundesgesetzes oder gegen Anordnungen eines auf Grund dieses Bundesgesetzes erlassenen Bescheides oder Verordnung verstößt, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist, sofern das Verhalten keinen gerichtlich strafbaren Tatbestand darstellt, von der Bezirksverwaltungsbehörde mit Geldstrafen bis zu € 3.600,- oder mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Wochen zu bestrafen. Auch der Versuch ist strafbar.

Für die Bezirksverwaltungsbehörde als Sicherheitsbehörde 1. Instanz ergibt sich das Problem der Überwachung dieser bestehenden Verbote. Es ist in der Silvesternacht jedes Ortsgebiet gleichermaßen betroffen und die Anzahl der zur Überwachung und Kontrolle stehenden Polizeibeamten steht in keiner Relation zu dieser umfassenden Aufgabe. Die Polizei wird jedoch im Rahmen des Streifendienstes auch die Vorschriften des Pyrotechnikgesetzes kontrollieren.

Bitte halten Sie sich bei der Verwendung pyrotechnischer Gegenstände zurück und nehmen Sie Rücksicht auf ruhebedürftige Mitbürger und Tiere!